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Auszeichnung für EFA-Schüler

 

 

Im Dezember 2019 wurde unser ehemaliger EFA-Schüler Christoph Hansing aus Loxstedt-Lanhausen im Wettbewerb „Meister und Macher“ in der Rubrik „Konzepte“ von der Jury auf den zweiten Platz gewählt. Diese Konkurrenz wird jährlich von der landwirtschaftlichen Fachzeitschrift top agrar  veranstaltet in dem sie besonders hervorragende Meisterarbeiten in verschiedenen Kategorien prämiert.

Herr Hansing  legte in seiner Meisterarbeit eine detaillierte Planung  zur Weiterentwicklung des elterlichen Milchviehbetriebes in Loxstedt-Lanhausen vor. Sein Ziel bestand zunächst darin, den Familienbetrieb zukunftssicher zu machen, die Einkommen aus der Landwirtschaft sollen die eigene berufliche Existenz für viele Jahre sicher stellen. Darüber hinaus will er seinen Arbeitsalltag so gestalten, dass er sich in der Hauptsache mit den eigenen Interessensgebieten beschäftigt. Hier schlägt sein Herz eindeutig für die Milchkühe, Feldarbeiten stehen im Hintergrund.

 

 

In seine Überlegungen musste Herr Hansing die betriebliche Ausgangssituation mit einbeziehen: Der vorhandene Kuhstall für die etwa 80 Kühe ist abgeschrieben, ebenso die Melktechnik und viele Maschinen für die Außenwirtschaft. Zur Sicherung des Einkommens muss demnach die Kuhzahl erhöht werden. Konkret bedeutet das erhebliche Investitionen in einen modernen Boxenlaufstall, wobei der vorhandene Stall auch weiterhin genutzt wird.  Die alte Melkanlage wird von einer automatischen  Melkung durch Melkroboter ersetzt. Die Bewirtschaftung von  Acker und Grünland wird fast komplett an externe Lohnunternehmen ausgelagert. Um mehr Stallplatz für seine Kühe zu erhalten, erfolgt die Aufzucht des Jungviehs zur Aufrechterhaltung der Kuhherde nicht mehr im eigenen Betrieb, sondern durch Zukauf der Jungkühe.

 

 

Die Jury weist in ihrer Begründung insbesondere darauf hin, dass Christoph Hansing eine realistisch detaillierte Kalkulation eines betrieblichen Gesamtkonzeptes vorgelegt hat. Neben den ökonomischen Betriebszielen wurden auch ökologische Anforderungen erfüllt: Die Kuhzahl wird beispielsweise bestimmt durch die Flächengröße, die dem Betrieb langfristig zur Verfügung steht. Die automatische Melktechnik ermöglicht eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Landwirtsfamilie. „Mein Arbeitsplatz hat sich von der Melkmaschine und vom Trecker ganz stark zum I-Pad verlagert“, resümiert der 23-jährige Betriebsleiter. Der PC liefert zu jeder der drei täglichen Melkzeiten  eine große Datenmenge für jede einzelne Kuh zu Gesundheitsparametern, Leistungsveränderungen, Aspekten des Tierwohls oder der Futteraufnahme und führt eine Anfangsbewertung durch. Die abschließende Beurteilung wird vom Betriebsleiter getroffen. Er entscheidet dann fundiert über weitere Maßnahmen.

In der Zwischenzeit ist der Betriebsentwicklungsplan in Lanhausen realisiert worden. Seit Anfang Januar arbeiten die Melkroboter, die von den Tieren problemlos akzeptiert wurden. Sogar eine kleine Leistungssteigerung wurde schon gemessen. In ihrer Februar-Ausgabe 2020 veröffentlicht die top agrar einen ausführlichen Artikel über die prämierte Meisterarbeit. Sie kann als Anregung für andere Betriebsleiter dienen, die ebenfalls vor der Aufgabe stehen, ihren Familienbetrieb für die Zukunft zu rüsten.

Die Lehrkräfte des landwirtschaftlichen Teams, die Christoph auf seinem Ausbildungsweg begleitet haben und die gesamte Max-Eyth-Schule Schiffdorf gratuliert zur Auszeichnung seiner schriftlichen Meisterarbeit: Aufstockung des aktuellen Kuhbestandes auf 210 Milchkühe durch Stallbau für 130 Milchkühe mit Melkrobotertechnik und Auslagerung der Jungviehaufzucht und Außenwirtschaft.

Anmerkung der Redaktion: Christoph Hansing musste den Betrieb 2017 als 21-jähriger von seinem Vater, Carl Hansing, als bester landwirtschaftlicher Ausbilder in Niedersachsen ausgezeichnet, krankheitsbedingt übernehmen.

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